

Engelsbesuch
Ganz sanft ist ein kleiner Engel neben dir gelandet und hat dir einen Sonnenstrahl mitgebracht.
Doch du hast ihn nicht einmal bemerkt.
Gro�e Augen schauen dich fragend an: Magst du keine Sonnenstrahlen?
�Er zaubert f�r dich einen Regenbogen hervor, wundersch�n in tausend Farben schillernd, und h�lt ihn dir direkt vor die Nase.
Du siehst den Regenbogen, doch deine Augen bleiben leer - Magst du keine Farben?
Ein sch�chternes L�cheln huscht �ber das Engelsgesichtchen, aufgeregt kramt es in seinem Hemdchen, findet, was es gesucht - l�chelt - und legt dir einen leuchtenden Stern in die H�nde.
Aufmunternd schaut er zu dir auf, doch du stehst da, mit dem Stern in der Hand, und wei�t nichts damit anzufangen. Das Engelchen l�sst die Fl�gelchen h�ngen und schaut dich verwundert an.
Was hat dich so traurig gemacht? Klingt die klare melodische Stimme an dein Ohr.
Nun wirst du lebendig und erz�hlst dem Engel, dass es dir gut geht, dass du gl�cklich bist - dass du niemanden brauchst!
Der kleine Engel h�ngt dir den Regenbogen um die Schultern, steckt dir den Sonnenstrahl ins Haar, breitet seine Fl�gelchen aus und spricht: �Wenn das Schweigen dir zuh�rt und die Stille spricht, dann wird die Nacht, in der du weinst dir sagen, wie w�rmend ein Sonnenstrahl ist, und der Regenbogen wird durch deine Tr�nen schimmern und der kleine Stern wird nur f�r dich leuchten...dann werde ich dich wieder besuchen!�
Er machte sich auf und davon, doch die seidige Feder, die er verlor, du hast sie aufgehoben und ihm nachgeblickt,
und in deinen Augen lag ein seltsamer Glanz...
Erstellt von Sandra Siegrist